In den ersten zwei Juli Wochen führte die Meteomatics eine Drohnenmesskampagne zur Sondierung von Wetterdaten in der Ostschweiz durch. Mit jeweils einer Drohne an den fünf Standorten: Altenrhein, Amlikon, Bad Ragaz, Oberriet und Schänis, wurden über 450 Sondierungsflüge erfolgreich absolviert. Hierbei haben die eigens entwickelten Wetterdrohnen – die „Meteodrones“  eine Flugstrecke von über 700km zurückgelegt.

2012 startete die Meteomatics mit der Entwicklung der Meteodrones, um eine signifikante Datenlücke in den existierenden Wettermodellen zu schliessen. Diese Lücke betrifft die sogenannte Grundschicht, die den Trigger für die Bildung von Nebel und Gewittern enthält. Die Meteodrones ermöglichen nun das extrem präzise Erfassen von Wetterdaten in der Grundschicht bis ca. 1.5 km über Grund.

Im März 2015 erhielt Meteomatics, als erste Schweizer Firma, die Bewilligung vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mit den Meteodrones auch innerhalb von Wolken und bei Nebel zu fliegen (BVLOS). So konnten die Meteodrones während der Messkampagne im Juli bei Nacht fliegen, um Daten wie Temperatur, Luftfeuchte, Druck, Windgeschwindigkeit und –richtung aufzuzeichnen.

Die erfassten Daten werden in den kommenden Wochen ausgewertet. Doch schon jetzt ist klar, dass dank der Meteodrones Wetterphänomene sichtbar werden, die bis heute unbekannt sind. So wurde beispielsweise ersichtlich, wie sich das Rheintal „entlüftet“, indem die Winde auf verschiedenen Höhen ihre Richtung ändern.

Somit kommt die Meteomatics dem selbst gesteckten Ziel, der perfekten 24-Stunden Prognose, einen erheblichen Schritt näher.