Meteomatics hat die erste Phase der Zusammenarbeit mit dem National Mesonet Program (NMP) der NOAA abgeschlossen, starke operationelle Ergebnisse geliefert und den Wert drohnengestützter atmosphärischer Beobachtungen bestätigt. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt tritt das Vorhaben nun in die zweite Phase ein, die bis August 2026 laufen wird.

Zwischen Januar und April 2026 führte Meteomatics regelmässige Meteodrone-Flüge von einer Meteobase in Oklahoma durch und sammelte hochaufgelöste vertikale Profile von Temperatur, Feuchtigkeit und Wind in der unteren Atmosphäre. Diese Schicht, historisch unterbeprobt, spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Wetterereignissen mit grosser Auswirkung.

Die erste Phase des Projekts, die in Zusammenarbeit mit KBR und Synoptic Data durchgeführt wurde, hat die technische Machbarkeit und betriebliche Zuverlässigkeit des Einsatzes von Drohnen für atmosphärische Profile erfolgreich demonstriert. Mit mehr als 450 Routineflügen erfasste die Drohne konstant hochwertige Wetterdaten in Echtzeit zu wichtigen meteorologischen Variablen in der Atmosphäre.

meteobase oklahoma noaa project phase two


«Die erste Phase hat das bestätigt, was wir technisch erwartet haben, aber noch wichtiger ist, dass sie die operationelle Machbarkeit bewiesen hat», sagt Dr. Martin Fengler, CEO von Meteomatics. «Wir sprechen nicht mehr über Potenzial. Das funktioniert in realen Prognoseumgebungen und liefert messbaren Mehrwert.»

Die nächste Phase des Projekts wird sich darauf konzentrieren, die Operationen zu skalieren und drohnengestützte Beobachtungen weiter in eine operationelle Prognoseumgebung zu integrieren.

Zudem ermöglichen neu erteilte regulatorische Ausnahmen Flüge in grösseren Höhen, wodurch die vertikale Reichweite der Meteodrones erweitert wird. Flüge sind jetzt bis zu 5’000 Fuss über Grund (AGL) im BVLOS-Betrieb (Beyond Visual Line of Sight) zugelassen. Dieses erweiterte Einsatzspektrum erlaubt eine vollständigere Beprobung der unteren Troposphäre, schliesst eine kritische Beobachtungslücke und liefert ein detaillierteres Verständnis ihrer vertikalen Struktur und Dynamik.

Das übergeordnete Ziel bleibt unverändert: Anhaltende Beobachtungslücken in der unteren Atmosphäre schliessen und die Prognosegenauigkeit dort stärken, wo sie am wichtigsten ist.

Für die NOAA und ihre Partner sind die Auswirkungen praktisch: Bessere Daten in der richtigen Höhe führen zu präziseren Prognosen, früheren Warnungen und weniger blinden Flecken bei sich rasch ändernden Bedingungen. Für Bereiche wie Luftfahrt, Katastrophenschutz und Energie bedeutet das direkt weniger Risiko und verbesserte Planung.

Thumbnail noaa phase 2