09.06.2026
Swissgrid schafft eine skalierbare und kosteneffiziente Wetterdaten-Grundlage für den Netzbetrieb mit Meteomatics
Weather Innovation Expert and Climatologist, Energy Specialist
Da der Anteil erneuerbarer Energien in der Schweiz kontinuierlich wächst, hängt die Netzstabilität mehr denn je von präzisen Wetterdaten ab. Durch die Partnerschaft mit Meteomatics hat Swissgrid fragmentierte, projektspezifische Daten-Workflows durch eine zentrale Wetterdaten-Plattform ersetzt für schnellere operative Entscheidungen, erhebliche Kosteneinsparungen und hochauflösende Solarenergieprognosen, die zur Stabilität des Netzes beitragen.
Vor Meteomatics
Wetterbezogene Projekte stützten sich auf fragmentierte und isolierte Datenlösungen.
Der Zugang zu Wetterdaten und deren Verarbeitung war zeitaufwendig und intern schwer skalierbar.
Wetter wurde in operativen Prozessen häufig nur implizit berücksichtigt, anstatt direkt modelliert zu werden.
Mit Meteomatics
Swissgrid kann wetterbasierte operative Lösungen mit messbarem Geschäftsnutzen schnell einsetzen – und unterstützt damit die Netzstabilität sowie eine zuverlässige Stromversorgung.
Teams im gesamten Unternehmen können Wetter- und Klimadaten einfach abrufen und für neue Anwendungsfälle skalieren.
Hochauflösende PV-Prognosen unterstützen die Netzstabilität, die operative Planung und eine zuverlässige Stromversorgung – auch angesichts wachsender erneuerbarer Erzeugung.
Principal Specialist Research and Digitalisation
Swissgrid
Ein zentraler Vorteil war die Möglichkeit, ad-hoc-Lösungen für kritische Projekte sehr schnell bereitzustellen. Bei einem Projekt im Zusammenhang mit Dynamic Line Rating konnten so erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden.
Wetterdaten zugänglich, skalierbar und kosteneffizient machen
Meteomatics hat grundlegend verändert, wie Swissgrid auf Wetterdaten zugreift und diese nutzt: Projektspezifische Einzellösungen – jede mit eigenem Beschaffungsprozess, individueller Integration und langen Umsetzungszeiten – wurden durch eine zentrale, entwicklerfreundliche Plattform abgelöst.
Mithilfe der Meteomatics API, des URL-Builders, der Python-Pakete und Beispielskripte können Teams Wetterdaten schnell abrufen und verarbeiten – ohne aufwendigen Support. Christoph Glanzer, Principal Specialist Research and Digitalisation bei Swissgrid, erklärt:
Wer einen technischen Hintergrund mitbringt, kann relativ schnell mit den Daten arbeiten. Das hat es uns ermöglicht, wetterbezogene Anwendungsfälle über viele Projekte hinweg zu skalieren – auch ohne dedizierte Full-Stack-Entwickler.
Diese Agilität hat konkreten Geschäftsnutzen gebracht. Christoph ergänzt:
Ein zentraler Vorteil war die Möglichkeit, ad-hoc-Lösungen für kritische Projekte sehr schnell bereitzustellen. Bei einem Projekt im Zusammenhang mit Dynamic Line Rating konnten so erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden.
Heute unterstützen Wetter- und Klimadaten eine wachsende Zahl operativer und analytischer Workflows bei Swissgrid – und ermöglichen es den Teams, schneller auf neue und hochspezialisierte Anforderungen zu reagieren.
Ein besonders aussagekräftiges Beispiel dafür ist das hochauflösende PV-Prognosesystem von Swissgrid.
Ein konkretes Beispiel: Hochauflösende PV-Prognosen für einen zuverlässigeren Netzbetrieb
Die Photovoltaik-Kapazität in der Schweiz wächst rasant – und damit auch die Komplexität des Netzbetriebs. Aggregierte nationale Prognosen reichten nicht mehr aus: Swissgrid benötigte präzisere, regional differenzierte PV-Vorhersagen, um die Stabilität eines zunehmend dezentralen und volatilen Netzes zu gewährleisten.
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, entwickelte Swissgrid ein hochauflösendes PV-Prognosesystem, das Meteomatics-Wettervorhersagen mit kontinuierlich aktualisierten Stammdaten von mehr als 325.000 Schweizer Photovoltaikanlagen kombiniert (Stand Januar 2026). Das System generiert stündliche Prognosen, die anhand realer Messdaten validiert und dem Netzbetrieb zur Verfügung gestellt werden. Christoph erklärt:
Für die Solarprognose bot die Meteomatics API wichtige Funktionen – insbesondere die hohe räumliche Auflösung von 90 Metern, die angesichts der komplexen Topografie der Schweiz entscheidend ist.
Das Ergebnis ist ein deutlich schärferes Bild der Photovoltaik-Produktion – zeitlich wie regional – und ermöglicht es Netzbetreibern, die Lastflussplanung zu verbessern und den Einsatz von Regelenergie effizienter zu optimieren.
Wetterintelligenz für die Zukunft skalieren
Die Zusammenarbeit zwischen Swissgrid und Meteomatics ist weit über ein einzelnes Projekt hinausgewachsen – sie hat sich zu einer Partnerschaft entwickelt, die auf Skalierbarkeit und operative Flexibilität ausgerichtet ist. Ein zentraler Vorteil dabei ist die Möglichkeit, neue operative Fragestellungen schnell zu beantworten, ohne jedes Mal die zugrundeliegende Infrastruktur neu aufbauen zu müssen.
Mit Blick auf die Zukunft sieht Swissgrid darin ein Fundament, das weiter wachsen wird. „Ich erwarte, dass Wetterdaten künftig in noch mehr operative Systeme und Prozesse integriert werden", sagt Christoph Glanzer – ein Zeichen dafür, dass Wetterintelligenz bei Swissgrid zu einem festen Bestandteil des Netzbetriebs geworden ist.
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